In Deutschland bei der Auswahl der richtigen Mitarbeiter stellt sich oft die Frage: Was ist wichtiger?
– Einen qualifizierten Kollegen mit zahlreichen Qualifikationen und Zertifikaten, der vielleicht mehrere Sprachen spricht, oder
– Ein Teammitglied, das zwar keine herausragende Berufserfahrung vorweisen kann, aber über ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten verfügt und seine Aufgaben schnell, zuverlässig und präzise erledigt?
Die Antwort darauf finden Sie in diesem Artikel.
Die wichtigsten Ergebnisse
- Unterschied der Kompetenzen: Hard Skills sind messbare fachliche Kenntnisse, während Soft Skills persönliche und kommunikative Fähigkeiten beschreiben, die die Arbeitsweise beeinflussen.
- Bedeutung am Arbeitsmarkt: Da Fachwissen erlernbar ist, gewinnen Soft Skills an Bedeutung, da sie den langfristigen Erfolg bestimmen.
- In einem dynamischen Arbeitsumfeld sind Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Lernbereitschaft entscheidend.
- Erkennung von Soft Skills: Soft Skills zeigen sich vor allem in situativen Aufgaben, Interviews und im persönlichen Austausch und nicht im Lebenslauf.
- Zusammenfassung: Hard Skills unterstützen die Personalauswahl, Soft Skills sichern eine nachhaltige Zusammenarbeit und das Zukunftspotenzial.
Was bedeuten die Begriffe „Soft Skills“ und „Hard Skills“?
„Soft Skills“ bezeichnen persönliche, soziale und kommunikative Fähigkeiten eines Arbeitnehmers wie Teamfähigkeit, Empathie, Problemlösungsfähigkeit oder Zeitmanagement. Sie beeinflussen das Verhalten und die Zusammenarbeit mit anderen. Sie beschreiben, wie jemand arbeitet und mit Situationen und Menschen umgeht.
Beispiele für Soft Skills:
- Teamfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit
- Problemlösungsfähigkeit
“Hard Skills” hingegen sind fachliche, messbare Kompetenzen und Kenntnisse, wie zum Beispiel berufsspezifisches Wissen, technische Fähigkeiten, Sprachkenntnisse oder der Umgang mit bestimmten Programmen.
Hard Skills Beispiele:
- Programmierkenntnisse
- Fremdsprachenkenntnisse
- Fachliche Qualifikationen
Warum sind Soft Skills für Mitarbeiter wichtiger geworden?
Heutzutage legen die meisten deutschen Unternehmen viel mehr Wert auf die Soft Skills ihrer Mitarbeiter. Warum? Individuelle Arbeitsprozesse und berufliche Phasen lassen sich leicht vermitteln und erlernen. Wie Kollegen jedoch effektiv und schnell miteinander kommunizieren und sich gegenseitig im Arbeitsalltag unterstützen, kann nicht erlernt werden, sondern ist eher eine Begabung. Da sich Technologie und Prozesse heutzutage schnell ändern, sind Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Empathie, Lernbereitschaft und gute Kommunikationsfähigkeiten umso wichtiger.
Wie können wir Soft Skills erkennen?
Während sich Hard Skills leicht aus einem Lebenslauf herausfiltern lassen, sind Soft Skills viel schwieriger zu ermitteln.
Beispiel: Wenn Sie an einem Arbeitstag sehr viele Aufgaben haben, die wahrscheinlich nicht in Ihre Arbeitszeit passen, in welcher Reihenfolge würden Sie diese zu Beginn des Tages angehen?
Wenn der Einstellungsprozess transparent ist und allen bekannt, kann Ihnen das dabei helfen, die für Sie am besten geeigneten Kandidaten auszuwählen. Wenn Sie bereits in der Stellenanzeige offen und klar die erwarteten Soft Skills kommunizieren, können die Bewerber realistisch einschätzen, ob sie in das Team passen. Langfristig kann dies auch die Fluktuation nach der Einstellung verringern.
Fazit: Soft Skills als Schlüsselkompetenzen der Zukunft
Hard Skills sind zwar hilfreich bei der Auswahl von Bewerbern, doch Soft Skills sind entscheidend dafür, dass Mitarbeiter langfristig erfolgreich zusammenarbeiten.
In der dynamischen modernen deutschen Arbeitswelt gewinnen Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Teamkompetenz zunehmend an Bedeutung. Unternehmen, die diese Kompetenzen gezielt und systematisch in den Recruitingprozess einbinden, legen den Grundstein für langfristigen Erfolg.
Der Einsatz von Technologie, klaren Bewertungskriterien und strukturierten Verfahren ist sinnvoll. Dennoch zeigen sich Soft Skills am deutlichsten im persönlichen Austausch. Wer Bewerber:innen ganzheitlich beurteilt und sich nicht ausschließlich auf Abschlüsse, Zeugnisse und Hard Skills fokussiert, erkennt echtes Zukunftspotenzial.
















